Internationaler Alumniworkshop der Universität Heidelberg zu “Good Governance in Public Health” in Kalay

Bild vergrößern Seit fast drei Jahrzehnten werden im Masterstudiengang „International Public Health“ derUniversität Heidelberg Gesundheitsexperten, v. a.  aus Entwicklungs- und Schwellenländern, aus- und fortgebildet. Viele davon studierten mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Deutschland. Auch zahlreiche Experten aus Myanmar haben diesen Studiengang erfolgreich absolviert und sind gegenwärtig in den verschiedensten Gesundheitsbereichen (Universität, Ministerium, Krankenhäusern) erfolgreich tätig. Bis heute halten sie engen Kontakt mit ihrer deutschen Alma Mater, die regelmäßig fachbezogene Alumniseminare organisiert. Die Themen entwickeln die Alumni selbst und verwirklichten dieses Jahr einen lang gehegten Plan: nämlich vom 16. bis 20. Februar 2016 in regionales Alumniseminar in Myanmar durchzuführen. Möglich wurde dies durch die engagierte Organisation vom Heidelberger Alumnus, Herrn Dr. Than Bil Luai, dem Direktor der Wesley Clinic, und seinen Mitarbeitern in Kalay.

Die Gesundheitsversorgung von unterprivilegierten Menschen und Bevölkerungsgruppen stand im Zentrum der Workshopdiskussionen.  Alumni deutscher Hochschulen aus zwölf Nationen (Bangladesch, China, Indien, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, Nigeria, Philippinen, Tadschikistan, Vietnam und Deutschland) identifizierten aus eigener Erfahrung Hindernisse auf dem Weg zur Verbesserung der Gesundheit armer Menschen und tauschten sich fünf Tage intensiv zu Governancefragen im öffentlichen Gesundheitsbereich aus. Den Alumni bot dieser fachliche Austausch über Ländergrenzen hinaus die Möglichkeit, gute Praxisbeispiele aus anderen Ländern, z. B. aus Myanmar,  kennenzulernen, die sich auch im eigenen nationalen Kontext anwenden lassen. Auch wurde so manche Idee zu länderübergreifenden Forschungsprojekten geboren.  Die gemeinsame Busreise von Rangun nach Kalay ermöglichte den internationalen Teilnehmern, zugleich tiefere Einblicke in Natur, Leben und Kultur Myanmars zu gewinnen und das Gemeinschaftsgefühl und den Netzwerkgedanken zu festigen.

Eine Fortsetzung dieser fachbezogenen Workshopreihe in Deutschland und weiteren Partnerländern für die kommenden Jahre ist schon geplant.

Die Veranstaltung wurde vom DAAD aus  Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. Der DAAD hat seit 1956 über 600 Master- und Promotionsstipendien für Myanmar vergeben. Die myanmarischen Alumni sind aktiv in der German Alumni Association Myanmar organisiert.